Handwerk

Regiestunden(Stundenverrechnung, Regielohn, Stundenlohnarbeit)

Regiestunden sind Arbeitsstunden, die ein Handwerker nach tatsächlichem Zeitaufwand abrechnet – statt zu einem vorab fixierten Pauschal- oder Einheitspreis. Man spricht auch von „Arbeiten auf Regie". Bezahlt werden die geleisteten Stunden × vereinbarter Stundensatz (in Österreich 2026 typisch 45–95 € netto), dazu Material und oft eine Anfahrt. Üblich bei Reparaturen, deren Aufwand vorab unklar ist.

Bei Regiestunden zahlt der Auftraggeber den tatsächlich geleisteten Stundenaufwand zum vereinbarten Stundensatz (Österreich 2026: typisch 45–95 € netto je nach Gewerk). Sinnvoll bei nicht klar definierbaren Arbeiten (Reparaturen, Anpassungen). Risiko: ohne Kostenobergrenze kann der Endpreis stark steigen. Im Vertrag klären: Mindesttakte (¼ h / ½ h / 1 h), Fahrtzeiten, Stundennachweis, Höchstgrenze und Materialaufschlag. Bei planbaren Arbeiten ist meist ein Pauschal- oder Einheitspreis günstiger.

Warum ist das wichtig? Regiestunden kann in Handwerkerangeboten versteckt sein und die Gesamtkosten erheblich beeinflussen. Ein klares Verständnis hilft dir, Angebote zu vergleichen und zu verhandeln.Angebot prüfen lassen →

Beispielrechnung:

Reparatur mit 6,5 Regiestunden à 70 € netto = 455 € + Anfahrt 40 € = 495 € netto, zzgl. 20 % USt. = 594 € brutto (Material extra). Rechnet der Betrieb in angefangenen Stunden ab, werden aus 6,5 schnell 7 Stunden – 35 € netto mehr. Worauf achten im Angebot: Stundensatz je Qualifikation, Abrechnungstakt (¼ h, ½ h oder 1 h), Fahrtzeit, Kostenobergrenze und unterschriebene Stundennachweise.

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