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Nachtragsmanagement(Nachtrag, Nachtragsangebot, Mehrleistung)

Nachträge = Zusatzleistungen über den ursprünglichen Auftrag hinaus. Häufigster Streit-Punkt — Kosten oft +20–40 % der Ursprungssumme.

Nachträge entstehen wenn sich während der Bauphase Leistungsumfang ändert: zusätzliche Wünsche, unvorhergesehene Bedingungen (verstecktes Wasserrohr), behördliche Auflagen. Statistisch: 80 % der Bauprojekte haben Nachträge, im Schnitt +18 % der Vertragssumme; bei Sanierungen +25–40 %. ÖNORM B 2110 §6 regelt: Mehrleistungen sind nur abrechenbar, wenn (1) vom Auftraggeber schriftlich beauftragt + (2) Einheitspreis vorher vereinbart. Praxis-Falle: „mündliche Zustimmung" reicht oft nicht — Handwerker macht Mehrarbeit, rechnet später ab, Streit über Preis. Hebel: (1) jeder Nachtrag NUR schriftlich auf Formular mit Preis + Zeitplan, (2) Nachtragsangebot binnen 3 Tagen einholen vor Beginn, (3) bei Pauschalvertrag „Risiko trägt Auftragnehmer" — keine Nachträge für üblich vorhersehbares. Bei Sanierungen Reserve von 10–15 % der Auftragssumme einplanen.

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Praxisbeispiel:

Materialaufschlag bei Handwerkern: Typischerweise 25–35% auf den Einkaufspreis. Bei einem Materialwert von 5.000 € bedeutet das einen Aufschlag von 1.250–1.750 €.

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