Der Materialaufschlag ist die Marge, die Handwerker auf den Einkaufspreis des Materials aufschlagen – typisch 10–40 %, je nach Gewerk und Marktstellung. Elektriker und Installateure liegen oft bei 20–30 %, Maler und Bodenleger eher bei 10–20 %, spezialisierte Gewerke (Heizung, PV) gehen bis 40 %. Der Aufschlag deckt Lagerhaltung, Garantieabwicklung und Beschaffungsaufwand – ist aber verhandelbar, besonders bei Standardmaterial wie Kabel, Rohre oder Standardarmaturen. Fordere Transparenz: Marken, Stücklisten, EK-Belege oder „Material zum Einkaufspreis + Pauschale". Bei größeren Aufträgen (ab ca. 5.000 € Materialwert) sind Aufschläge unter 15 % realistisch verhandelbar; Selbstbeschaffung ist eine harte BATNA, aber Achtung: Gewährleistung auf Material liegt dann bei dir.
Warum ist das wichtig? Materialaufschlag kann in Handwerkerangeboten versteckt sein und die Gesamtkosten erheblich beeinflussen. Ein klares Verständnis hilft dir, Angebote zu vergleichen und zu verhandeln.Angebot prüfen lassen →
Praxisbeispiel:
Materialaufschlag bei Handwerkern: Typischerweise 25–35% auf den Einkaufspreis. Bei einem Materialwert von 5.000 € bedeutet das einen Aufschlag von 1.250–1.750 €.